Äthiopien

Bevor ich in Äthiopien war, kamen mir folgende Begriffe in den Kopf, wenn ich an dieses Land dachte: Kaffee, die Tellermenschen und Lucy.

Obwohl es natürlich reichen würde, den Menschenaffen Lucy beherbergt zu haben, auf den eventuell die ganze Menschheit zurückzuführen ist (Danke Lucy!) und ein erweckendes Lebenselexier namens Kaffeebohne bei sich wachsen zu lassen, hat Äthiopien noch mehr zu bieten. Mit drei begonnen, teile ich mit euch noch drei weitere Dinge über Äthiopien, mit denen man ganz sicher irgendwann mal bei “Wer wird Millionär” gewinnen kann! Also aufgepasst 🙂

Der Nil.

Wenn ich heute an Äthiopien denke, habe ich vor allem die Natur im Kopf. Und die kann tatsächlich mithalten mit Verkaufsschlagern wie “Menschheit” und “Kaffee”, deshalb werde ich hier mal direkt weiter auftrumpfen: Neben dem Kaffee ist noch eine weitere Flüssigkeit recht berühmt. Der Nil. Der blaue Nil, ebenfalls Lebenselexier für Millionen von Menschen, Pflanzen und Tieren, die an seinem Rande leben, entspringt im Tana See (Bild oben) in Äthiopien. In Khartoum trifft er sich dann mit dem weißen Nil und zusammen machen sie sich auf die Reise gen Norden und schlängeln sich belebend durch die Sahara bis ins Mittelmeer.

Depression.

Geographie war in der Schule nicht meine Stärke, aber hat gottseidank mit den Jahren zu mir zurückgefunden. Habt ihr schon mal von den tektonischen Platten gehört? Sicherlich. Wenn nicht, mal fix “ecosian” (das ist mein Alternativwort für googlen, da Ecosia die bessere Suchmaschine ist :-)). Was man nämlich wissen muss, wenn man in Äthiopien reist, es kann ziemlich kalt und ziemlich heiß werden, da wir es in Stunden mit Höhenunterschieden von 4500m bis -110m zutun haben. Warum -110? Das ist “Wer wird Millionär”-Fakt Nummer 2: in Äthiopien befindet sich die Danakil Tiefebene. Im Norden von Äthiopien treffen sich drei tektonische Platten, die sich aber offensichtlich entfreundet haben und seeeehr langsam auseinander triften. In dieser Tiefebene, die verwirrenderweise im Fachjargon Depression heißt (soo traurig ist es gar nicht) könnte also nach vollständiger Entfreundung und absoluter Entfernung der drei tektonischen Platten ein neuer Ozean entstehen.

Frauen.

Habt ihr schon mal von Sahle-Work Zewde gehört? Ich vorher auch nicht, aber dadurch, dass sie zum heutigen Zeitpunkt (2020) zum einzigen weiblichen Staatsoberhaupt in ganz Afrika mit seinen über 50 Ländern zählt, speichere ich mir sie direkt ein. Generell fehlen Frauen in der Politik, vor allem in hohen Ämtern. Deshalb und weil Sahle-Work keine diktatorische, manipulative Staatsführerin ist, sondern sich für Gleichberechtigung und Völkerverständigung einsetzt, darf sie hier schon mal erwähnt werden.

Viele Weitere spannende Informationen und Reiseerlebnisse könnt ihr in meinen Blogbeiträgen lesen: